Chroniken

In der Zeitschrift GENEALOGIE - Heft 7-8/1999, Seite 636 (Verlag Degener & Co., D-91403 Neustadt a.d. Aisch) erschien folgende Rezension über meine ersten beiden Bücher, in denen ich einen Teil meiner Familiengeschichte niedergeschrieben habe.

 


Literaturspiegel

Alois Emmer, Die Familie des Alois Emmer in Nord-Mähren, Oberösterreich, Deutschland 1630-1996, Privatdruck (Alois Emmer, Adalbert Stifter Str. 63, A-4780 Schärding, EMail: alois.emmer@aon.at), 1996, geb., 4°, 402 S. und: Alois Emmer, Die Familien Dorfmeister und Grossmann. (Auszug aus der Familienchronik des Alois Emmer Bd. II), Privatdruck (wie oben), 1997, geb., 4°, 340 S.

4 Bände meiner
 Familiengeschichte

Die beiden großformatigen Werke sind Einzeldrucke, mit denen der Autor seine langjährigen Forschungen zur eigenen Familien- und Ahnengeschichte zusammenfassend präsentiert. Sie wurden auch bei manchen weiteren Familienangehörigen verteilt. Die hier frdl. Weise zur Besprechung in der GENEALOGIE zur Verfügung gestellten Exemplare befinden sich nun in der Bibliothek des Instituts für personengeschichtliche Forschung in Bensheim. Der Verf., Ing. Alois Emmer, hat die Seiten auf seinem PC mit verschiedenen Programmen gestaltet. Selten ist dem Rez. eine Familiengeschichte begegnet, bei der die verschiedenartige Verwendung von Graphik, Texten, gescannten Bildern, einkopierten Zeitdokumenten, Karten, Buchauszügen, Überschriften, Verweisen, Listen, Registern so gelungen ist und in bestechender Weise dem Gegenstand gerecht wird. Neben einem Literaturverzeichnis enthält der erste Band auch ein Anschriftenverzeichnis von genealogischen Vereinen und Archiven usw. Diese wunderbare Gestaltung ist der Liebe zur Familien- und Ahnenforschung und dem Können zu verdanken, mit der der Autor das Gestalten am PC beherrscht. Dazwischen greift er aber zum Schmuck für die Kapitelvorsatzblätter jeweils auf einen Tintenklecks zurück, der seinem Ahnherrn, dem Bildhauer Johann Georg Dorfmeister in Wien, vor etwa 220 Jahren auf einer Zeichnung „passiert" ist (Albertina, Wien, AZ 4780). Die Familienchronik Emmer beendet der Autor mit einer Kopie seiner rechten Innenhand, die vermutlich das meiste an den Büchern gemacht hat.

Die ersten Ahnen der Familie Emmer lebten in Neutitschein. Sie hießen Hanß und Georg Emrich (heiratet 1683) und Matthes Emperich.

Dann folgen Johann Georg (oo 1723 Veronika Schneider, die Stammeltern), Johann Thadeus und Johann Justin Emmer mit ihren Familien. Johann Georg war Leinweber, auch dessen Sohn Johann Thadeus (oo 1757 Susanna Slawik). Der Enkel Johann Justin wird Kunstweber, zog vor 1781 nach Mährisch-Schönberg und heiratete 1781 Eleonora Reichel aus Neutitschein. In der nächsten Generation stehen der Webmeister Valentin Johann und die Webmeisterin Antonia Wach. Die weiteren einheiratenden Familien in der Ahnentafel Emmer sind Balzarek (Müllermeister in Frankstadt), Tutewohl (Papier-macher in Gmunden) und Großmann. Der erste Band Emmer umfaßt neben den eigenen Angehörigen der Familie alle vom Verf. in der ganzen Welt angeschriebenen Personen des Namens Emmer und - soweit zu erhalten - deren Abstammung. Des weiteren enthält der Band auch die Behandlung der Ahnenfamilien Eberl in Gmunden, Dorfmeister in Wien, Grossmann in Gmunden, Rauh in Friesau/Thür. (für diese Ahnen hatte der Vetter Dr. h. c. Herbert Rauch Höphffner v. Brendt in über 60jähriger Forscherarbeit wichtige Vorarbeit geleistet), Rauch in Soltau und Laxenburg sowie erste Hinweise auf die verwandten Familien Werner in Wien, Kral in Strobl oder Pöschko in Gmunden.

Der mütterlichen Familie Grossmann in Gmunden (aus dem Kreis Brünn) mit ihrer gesamten näheren und weiteren Verwandtschaft (darunter Prof. Ferdinand Großmann, berühmter Stimmbildner, Komponist und u.a. Leiter der Wiener Sängerknaben), besonders aber der Künstler-Familie Dorfmeister in Wien (aus Neunkirchen bei Wiener Neustadt) ist der zweite Band gewidmet. Auch hier sind zahllose Informationen zu weiteren angesippten Familien enthalten (u.a. Canaval, Grünzweig, Kindler, Lemberger, Schellmann, Strele). Über die Familie Strele (Henriette Großmann, 1864-1919, heiratete Hofrat Georg Strele) ergibt sich eine Verbindung zur mütterlichen Großmutter des Historikers Hans Heinrich Ritter v. Srbik, Sophie Nißl, geb. Strele. Die genealogischen Zusammenhänge und die bisherigen Forschungen müssen aber noch weiter geklärt werden.

Lupold v. Lehsten

S. 636 GENEALOGIE - Heft 7-8/1999

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